Urmel fliegt ins All by Kruse Max

Urmel fliegt ins All by Kruse Max

Author:Kruse, Max [Kruse, Max]
Language: deu
Format: epub
Published: 0101-01-01T00:00:00+00:00


Teibegsgnuschrof — Tirtnie netobrev

Ein seltsames Haus wird bezogen, und ein ungewöhnliches Tier begrüßt sie

Tim Tintenklecks entzifferte die Schrift mühsam. Neschnem-Kopf Otto übersetzte: «Forschungsgebiet — Eintritt verboten.»

«Sollen wir etwa erforpft werden?» wollte Ping Pinguin wissen.

Aber da rief das Urmel, ohne die Antwort abzuwarten: «Ein großer Luftballon!»

Sehr hübsch anzusehen, zwischen hohen Bäumen, stand da wirklich ein Gebäude, das wie ein sehr, sehr großer Luftballon aussah, ein Fesselballon vielleicht. Aber es hatte Fenster und Balkone und war aus buntem Kunststoff. «Euer Haus!» sagte Neschnem-Kopf Otto. «Es ist ein schwebendes Haus. Mit ihm kann man bequem an jeden Ort gelangen und wohnen, wo man will, ohne Koffer packen zu müssen und ohne Möbelwagen!»

«Das ist ja in der Tat sehr praktisch!» Habakuk Tibatong war ehrlich begeistert. «Wieviel Mühe hätten wir uns erspart, wenn wir damals aus Winkelberg gleich mit so einem schwebenden Haus nach Titiwu übergesiedelt wären.»

Auch Ping Pinguin freute sich: «So ein pfwebendes Haus ist fast noch pföner als eine Mupfel, denn Mupfeln liegen nur immerzu am selben Fleck!»

«Du bist ja nur neidisch!» zischte Wawa.

«Fallen sie aber bestimmt nicht herab — öfföff?» Wutz war immer ein wenig besorgt wegen ihres ja nicht unbeträchtlichen Körpergewichts. «Ich bin schließlich kein Vogel, öff, wie Schusch, der es gewöhnt ist, hoch oben in den Bäumen zu schlafen!»

«Na ja — wenn du däch auf einem Ast näderlassen würdest, der würde natürläch krachen! Und däses schwebende Haus wärd sächer auch ganz schön wackeln, wenn du einsteigst!» Wutz schnaufte empört.

Unter dem schwebenden Haus war genügend Platz, um mit Fahrzeugen hindurchfahren zu können. Hier parkte Neschnem-Kopf Otto das Elektromobil. In das Innere ihres Wohnballons führte eine Rolltreppe hinauf. Das Urmel war als erstes auf der untersten Stufe — und wurde gleich emporgetragen.

«Es wäre mir auch sehr beschwerlich gewesen, mehrmals am Tage Treppen hinauf- und herunterzusteigen, um den Müll auszuleeren!» sagte Wutz.

Neschnem-Kopf Otto lächelte nur. Der Gedanke, daß man auf Futura den Mülleimer noch ausleeren mußte wie auf der Erde, belustigte ihn sichtlich.

Das Urmel war oben angelangt und wollte das schwebende Haus betreten. Da stieß es einen schrillen Schrei aus.

«Ein Ungeheuer! Uh — mit zwei Köpfen und lauter Armen!»

«Ach entschuldigt», sagte Neschnem-Kopf Otto. «Ich habe vergessen, euch von Annim, euerer Haushälterin, zu berichten. Sie ist ganz harmlos und sehr nützlich.»

Aber wie seltsam sah dieses Geschöpf aus! Es trat jetzt neben das Urmel auf den obersten Treppenabsatz. War es ein Tier — oder was?

Es hatte zwei Köpfe, der eine sah einem Katzenkopf, der andere einem Hundekopf ähnlich. Es war so groß wie ein Mensch, glich aber viel mehr einer Ameise oder einer Biene, es hatte auch Flügel. Seine Augen waren klar und scharf wie die eines Adlers, seine Bewegungen flink wie die eines Affen, und es hatte so zahlreiche Arme wie ein Insekt. In diesen trug es gleichzeitig verschiedene Gegenstände: Druckknopfapparate, Tücher, Staubsaugerdüsen und anderes.

Nun sagte es mit beiden Mündern gleichzeitig: «Guten Tag!»

«Ach du meine Güte!» rief der Professor. «Was ist denn das?»

«Ein Animal sapiens!» erklärte Neschnem-Kopf Otto. «Ein intelligentes Tier. Unsere neueste Züchtung, das Ergebnis jahrzehntelanger Kreuzungen und Organverpflanzungen. Es ist vorzüglich für alle körperlichen Arbeiten geeignet, für die wir keine Maschinen einsetzen können.



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